Virtueller Rundgang

Florianne Reisch

Praktikantin aus Holland im Campingpark Sanssouci

Sie ist rothaarig, sie hat Sommersprossen, sie ist freundlich und lacht gerne: Florianne Reisch, die aus Eindhoven in Holland stammende Praktikantin beim Campingpark Sanssouci. Sofort nimmt man ihr ab, dass sie gerne mit Menschen arbeitet, weshalb sie sich für ein Studium an der Fachhochschule für Tourismus und Freizeit in Breda entschieden hat. Familiär ist ihr das nicht in die Wiege gelegt, ihre Mutter betreibt ein Keramikatelier und ihr Vater ist Berater für Hausärzte. Doch hat die Familie – es gibt noch eine jüngere und eine ältere Schwester – immer schon Campingurlaub gemacht, und der muss so schön gewesen sein, dass er nachhaltigen Eindruck bei der inzwischen  Neunzehnjährigen hinterlassen hat. Es ist allerdings eine andere Sache, im Campingpark zu arbeiten, als dort die schönsten Tage des Jahres zu verbringen. Das hat Florianne natürlich schon längst begriffen.  Am 1. Mai ist sie angekommen, begleitet von ihren Eltern, mit denen sie eigentlich Berlin und die Umgebung erkunden wollte, doch nach einem Tourismus-Tag kam es anders. Sie musste nämlich den notwendigen Verwaltungskram erledigen, damit sie in ihrem Zimmer im Studentenwohnheim auch Internet hat. Das kennen wir ja – Urlaub ist eine Arbeitsstelle im Ausland nicht gerade. Aber sie freut sich sehr über diesen Teil Deutschlands, den sie noch nicht kannte.

Ihr Vater, der seit 35 Jahren in Holland lebt, stammt aus der Gegend von Freiburg, so dass sie von der Landschaft und Architektur hier im Nordosten überrascht war. Die hiesige Ebene mit ihren vielen Seen hat Florianne erstaunt, und sie verbringt gerne ihre Arbeitszeit im Campingpark am Wasser. Allerdings darf sie nicht immer darauf schauen, denn sie hat zu tun. Zunächst einmal übersetzte sie einen Text vom Deutschen ins Holländische, das ist eine Arbeit, die sie sicher öfter machen wird in dem halben Jahr in Potsdam; sie ist auch eine Art internationales Aushängeschild für den Campingpark, auf dem im Sommer zahlreiche Niederländer ihren Urlaub verbringen. Die freuen sich natürlich, wenn sie in ihrer Landessprache begrüßt werden und mit dem Willkommensdrink an der Rezeption vertraute Sprachklänge hören. Mit gutem Gewissen wird Florianne die neuen Gäste empfangen, absolviert sie doch auf einem der besten Campingparks Deutschlands ihr Praktikum. Begeistert leuchten ihre grünen Augen, wenn sie von den Hygieneräumen spricht, so sauber habe sie so etwas noch nie gesehen, und dass die Urlauber sich für die Dauer ihres Aufenthalts auch einen eigenen Waschsalon reservieren lassen können, ist für sie ein Meilenstein der Campingurlaubsgeschichte. Ihr gefällt der Templiner See, an dem der Campingpark gelegen ist, und die Schatten spendenden Bäume, aber vor allem fühlt sie sich in dem Team gut aufgenommen und fast schon heimisch. Sie hat ihr Zimmer in einem Potsdamer Studentenwohnheim bezogen und als sie mit ihren Eltern Potsdam erkundete, dachte sie, sie befinde sich in Italien und nicht in Deutschland. So anders ist es eben hier, in dieser Umgebung, die für Florianne nun ein halbes Jahr fremde Heimat sein wird.